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„Digitale Brutstätten“: Agiles Marketing als Initiator und Treiber digitaler Geschäftsmodelle

25.10.2018, 13:30 bis 18:00 Uhr

Gastgeber: die firma . experience design GmbH
Veranstaltungsort: Startwerk, Wiesbaden

Einen sehr spannenden Workshop erlebten die Teilnehmer im StartWerk – dem Zuahuse zahlreicher Startups – in Wiesbaden. Die digitale Transformation wird häufig als technische Revolution missverstanden. Wichtiger jedoch ist ihr Einfluss auf das Verhalten von uns Menschen. Mit zunehmendem Vernetzungsgrad ändern sich unsere Kommunikationsformen und damit auch die Art und Weise der Zusammenarbeit. Auch traditionsreiche Unternehmen benötigen veränderte Strukturen und Denkmodelle, um mit digitalen Produkten und Services die Zukunft zu erobern. Im bvik-Workshop, der vom bvik-Mitglied die firma . experience design durchgeführt wurde, erfuhren die Marketer, wie man von agilen Startups lernen kann, wie man selbst zu einer vernetzte Organisation wird und, wie der Innovationsprozess neu und vor allem bedürfnisgerecht gedacht werden kann.

Neues Denken für neue Geschäfte

Die Digitalisierung hat inzwischen nahezu alle Bereiche unseres geschäftlichen Lebens durchdrungen. Kunden wie Mitarbeiter wünschen sich immer mehr digitale Freiheiten und Selbstbestimmung. Neue Geschäftsmodelle sind nicht mehr ohne digitale Kommunikation und Prozesse denkbar. Schlimmer noch: „altehrwürdige“ Geschäftsmodelle und Marktmechanismen werden durch die digitale Plattformökonomie überflügelt. Am Horizont läuten Blockchain-Technologie und künstliche Intelligenz die nächste Stufe der Digitalisierung ein und führen zu weiteren Umwälzungen unseres Lebens und Arbeitens. Die Folgen sind heute noch kaum vorhersehbar.

Wie aber begegnen klassische Industrieunternehmen diesem Wandel und sind sie für den Wettbewerb mit der durchdigitalisierten Denke der Startups gerüstet? Was muss sich ändern, damit sie für die digitale Generation als Arbeitgeber attraktiv bleiben? Welche Instrumente und Methoden helfen dabei erfolgreiche Innovationen für eine digitalisierte Gesellschaft zu entwickeln? Und wie bringt man diese schnellstmöglich an die digitale Frau und den Mann? Schon diese Fragestellungen machen deutlich, dass herkömmliche Wirtschafts- und Organisationsmodelle an ihre Grenzen gekommen sind und ein radikales Umdenken nötig wird. Vernetztes Arbeiten und Kommunizieren sind Schlüsselqualifikationen für Unternehmen von morgen. Sie müssen in der Organisation entstehen und konsequent gelebt werden.

Von B2B zu „B2B to C“

In seinem Impulsvortrag nahm Daniel Backhaus, Digital Communication Specialist bei die firma und einer der gefragtesten Digitalexperten, die Teilnehmer mit auf eine Zeitreise und ging der Frage nach „Wie konnte es zur digitalen Kommunikation kommen?“. Dabei gab er Einblicke in seine Erfahrungswelt mit führenden deutschen Unternehmen und stellte pragmatische Ansätze vor, wie kommunikative Exzellenz zur Grundlage digitaler Geschäftsmodelle wird. Dabei machte er klar: „Die Bezeichnung B2B-Kommunikation muss hinterfragt werden. Die nächste Stufe ist ganz klar B2B to C, wobei C den Consumer meint. Dieser spielt in der Industriekommunikation nämlich eine immer wichtigere Rolle.“ Er wies darauf hin, dass sich nur dadurch Kunden ein differenziertes Bild von Unternehmen und Produkten machen können. „Meinung machen die Konsumenten“, so sein Statement.

Vernetztes Arbeiten statt etablierte Silos!

Anschließend zeigte Robert Mangelmann, digitaler Innovationsexperte mit Konzernerfahrung sowie Mentor in der Startup-Szene, die vermeintliche Gegensätzlichkeit der beiden Arbeitswelten auf und erläuterte, wie Unternehmen die Wirkungsmechanismen des vernetzten Zusammenarbeitens für sich nutzen können. Dabei machte er deutlich: „Industriell bedingte Arbeitsweisen funktionieren bei komplexen Themen nicht mehr wie früher, aus diesem Grund wird der Dienstleistungsbereich immer stärker“. So ziehen junge Experten das Arbeiten in vernetzen Teams der konventionellen Arbeit vor. Das Aufkommen von Co-Working-Spaces und Startup-Programmen , die dem motivierten Nachwuchs beim Wachsen helfen, stellt etablierte Unternehmen im Wettbewerb um Fach- und Führungskräfte vor neue Herausforderungen. Deshalb rät Mangelmann: „Kommen Sie raus aus Ihrer Komfortzone und schaffen Sie Möglichkeiten der Vernetzung wie bei Co-Working-Spaces.“ Seiner Meinung nach ist es elementar wichtig, Silos abzuschaffen und das vernetze Arbeiten voranzutreiben – dabei sollten auch die Kunden in den Entwicklungsprozess mit einbezogen werden.

Orientierung am Kunden

Marco Fischer, Senior Strategy und Brand Consultant, ging in seinem Vortrag auf den Digitalisierungsprozess bei Viessmann ein. Da das Unternehmen schon früh die Chancen der  Digitalisierung erkannt und diese für sich genutzt hat, kann der Prozess als Best Case für eine gelungene Transformation gesehen werden. Darüber hinaus erläuterte er, welche Methoden und Werkzeuge Startups einsetzen, um schnell und erfolgreich den Markt zu erobern. Er erklärte, wie echte Nutzerorientierung gelingen kann und wie man die Erkenntnisse nicht nur für die Entwicklung digitaler Produkte, sondern auch für die Markenpositionierung und das Storytelling des Geschäftsmodells einsetzt. „Einfachheit und Komfort sind das Gebot der Stunde und diese entstehen nur durch Empathie für echte Kundenbedürfnisse“, so Fischer.  Seiner Meinung nach muss die digitale Transformation bei der Organisation beginnen: „Kurze Kommunikationszyklen und direktere Kommunikation sind wichtig, denn nur im direkten Gespräch mit Menschen kann man herausfinden, was diese tatsächlich bewegt. Es geht nämlich darum, Produkte nah am Kunden zu entwickeln.“

Mit Design Sprints zum Erfolg

Im Praxisteil des Workshops wurden die Teilnehmer selbst aktiv und bearbeiteten in Gruppen unterschiedliche Problemstellungen. Die Lösungen wurden anschließend im Plenum vorgestellt. Matthias Feit, Senior UX Strategy Consultant, erläuterte dabei zuerst die Jobs-to-be-done-Methode um anschließend noch die Umsetzung eines Design Sprints, der vor allem von Starups genutzt wird und einen großen Mehrwert mit sich bringt, näher zu erläutern. Schließlich sei es sehr wichtig, möglichst früh das Feedback des Kunden einzuholen. Aus diesem Grund werden in einem Design Sprint sogenannte „Minimum Viable Products (MVP´s) entwickelt, die nur den Kern der Geschäftsidee enthalten und alle zusätzlichen Features zunächst beiseitelassen. „Schneller lernen als in Design Sprints kann man nicht. Man muss Mut haben zu scheitern, denn der Lerneffekt daraus ist immens“, erklärte der Experte.

Bildergalerie

Daniel Backhaus
Senior Strategy Consultant, die firma
Aus seiner langjährigen unternehmerischen Tätigkeit in der Geschäftsführung einer Internetagentur, der Zeit als Interimsmanager bei der Deutschen Bahn AG, seiner freiberuflichen Tätigkeiten und seinem anschließendem Engagement in einer der innovativsten Digitalberatungen Deutschlands, resultiert Daniels umfangreicher und vielschichtiger Erfahrungsschatz als Führungskraft, Kommunikationsexperte und Interimsmanager.Daniel sieht seine Herausforderungen und Aufgaben in der strukturellen und kulturellen Begleitung der Digitalen Transformation. Dabei liegt sein Fokus auf dem Menschen - sowohl in der Rolle als Mitarbeiter, als auch in der des Konsumenten. Er ist überzeugt, dass Transformation ohne Berücksichtigung des Individuums nicht gelingen kann. Daniel unterstützt seine Auftraggeber zum einen als Coach und Changemanager Corporate Culture bei der Einführung von kollaborativen Arbeitsumgebungen, als auch Berater und Manager für digitale Kommunikation in den Bereichen Service Design, Social und Conversational Commerce.Zu seinen Auftraggebern zählten unter anderen die Unternehmen Viessmann, Deutsche Bahn, Deutsche Post DHL, BMW, Deutsche Telekom, Aktion Mensch und Deutsche Bank 
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Matthias Feit
Senior UX Strategy Consultant, die firma
Matthias faszinieren neue Methoden der User Experience wie etwa die Jobs-to-be-done-Theorie. Mit diesen lässt sich ein Perspektivwechsel erreichen – ein „Heureka“-Moment auf Unternehmensseite, der Matthias immer wieder freut. Um neue Blickwinkel dauerhaft zu verankern, führt er als Moderator Design Sprints und Nutzerinterviews durch und berät Kunden zum Thema Designsysteme und Informationsarchitekturen. Nach seiner Erfahrung lassen sich komplexe Projekte nur noch mit agilen Methoden produktiv lösen – allerdings müssen diese genau auf Unternehmen und Aufgabe abgestimmt sein.Matthias bringt jahrelange Erfahrung als Application Developer und Web Developer in seine Arbeit ein und ist überzeugt, dass die richtige Mischung aus quantitativen und qualitativen Daten letztlich zum digitalen Erfolg führt. In seiner Freizeit steht er gerne mit seiner Band im Proberaum oder mixt Drinks in der Wiesbadener Bar Wakker.
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Marco Fischer
Senior Strategy + Brand Consultant, die firma
Für den passionierten Science Fiction- und Wissenschafts-Fan ist Zukunftsangst schlicht ein Irrweg – schließlich ist Veränderung ein unumstößliches Prinzip der Natur. Die Frage ist vielmehr, wie können wir die technischen Entwicklungen für den Menschen sinnvoll einsetzen? Dafür schaut Marco gerade auch auf Trends, die noch nicht in der Kommunikationsbranche angekommen sind, um herauszufinden, was diese für das menschliche Miteinander bedeuten könnten. Immer wieder rät er Unternehmen, sich nicht von der Technik überfordern zu lassen, sondern der entstandenen Komplexität mit einem Blick auf die – auch versteckten – Wünsche und Bedürfnisse der Menschen zu begegnen. Mit diesem Beratungsansatz hilft er Führungskräften als Sparring-Partner beim Weiter- und Querdenken ihrer digitalen Geschäftsmodelle sowie der begleitenden Kommunikation.Als Diplom-Kommunikationsdesigner wurde Marco mit über 40 nationalen und internationalen Awards ausgezeichnet. Seine langjährige Expertise in der Entwicklung erfolgreicher Kommunikations- und Markenführungsprojekte für namhafte internationale Unternehmen vermittelt er auch als Sprecher und Dozent. Mit seinen Geschäftspartnern gründete er parallel weitere Geschäftsmodelle und unterstützt zahlreiche Startups erfolgreich bei der initialen Entwicklung.Marcos Wissensdurst begleitet ihn auch in seine Freizeit: Ohne ausreichende Informationsaufnahme ist er nicht zufrieden. Und wäre er nicht in die Kommunikationsbranche gegangen, wäre der studierte Designer Regisseur geworden – daher seine Leidenschaft für Filme und sein Storytelling-Hintergrund, der ihm immer wieder hilft, die erarbeiteten strategischen Überlegungen in resonanzfähige Geschichten und Content Strategien zu übersetzen.
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Robert Mangelmann
Senior Strategy Consultant, die firma
Robert geht es nicht um das „mehr“, sondern um das „besser“: Er hilft Unternehmen, ihre organisatorischen Abläufe durch Digitalisierung vorteilhafter zu steuern. Das bedeutet auch einen Perspektivwechsel weg vom Industrialisierungs-Ansatz „höher, schneller, weiter“ hin zu der Frage: Wie kann ich Kunden langfristig begeistern? Gerade im hochdynamischen Finanzsektor sieht er großen Bedarf an neuen Denkanstößen, schließlich überrollen aktuell Fintechs die Szene und eine neue Generation Kunden hat wenig Geduld für althergebrachte Abläufe. Robert freut es besonders, wenn es ihm gelingt, Führungskräften und Mitarbeitern die Angst vor der digitalen Veränderung zu nehmen. Für ihn ist die Digitalisierung letztlich eine große Chance, wieder menschlicher miteinander umzugehen.Robert berät Unternehmen, hält Vorträge und coacht Führungskräfte. Als Mentor bei Accelerator Frankfurt bringt er seine jahrelange Erfahrung aus der Finanz- und Beratungsbranche in die Entwicklung von Startups ein. Durch sein Verständnis sowohl von Konzernstrukturen als auch der Startup-Szene schlägt er Brücken zwischen beiden Welten und bringt digitale Geschäftsmodelle in Unternehmen. Auch seine Freizeit ist geprägt von Neugier: Er reist und fotografiert gerne und stellt stets Verbindungen zwischen den vielen verschiedenen Eindrücken her, die er privat und beruflich sammelt.
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