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TIK-PARTNER-WEEK: Wie Covid-19 die Wirtschaft beeinflusst

8.09.2020, 10:30 bis 11:30 Uhr

Gastgeber: Statista GmbH

Im Rahmen der TIK-PARTNER-WEEK bieten einige unserer ausgewählten Premium-Partner-Plus des TIK DIGITAL 2020 Webinare zu aktuellen, aber auch zukunftsweisenden Themen des B2B-Marketings an.

Ein sehr interessantes Webinar von bvik-Themenpartner Statista erlebten die rund 70 Teilnehmer. Janina Bartje, Head of B2B Market Outlooks von Statista, präsentierte dabei alle relevanten Daten und Fakten zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Wirtschaft. Unter anderem werden folgende Themen erläutert:

  • Schlüsselfaktoren, welche die nachhaltige Entwicklung der Krise bedingen
  • Globale Auswirkungen von Covid-19 auf unterschiedliche Branchen
  • Rezessionsmodelle zum Verlauf der wirtschaftlichen Folgen

 

Zunächst machte Bartje auf die allgemeine Unsicherheit der gesamten Bevölkerung in Zusammenhang mit der Corona-Pandemie aufmerksam. Neben der Angst um die eigene Gesundheit, gibt es allgemein große Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation – sowohl den privaten als auch im beruflichen Bereich. Anschließend stellte sie die verschiedenen Rezessionsmodelle (V, U und L) vor. Während das V-Modell von einer schnellen Erholung der Wirtschaft nach einer sehr kurzen Rezession ausgeht, rechnet das U-Modell mit einer starken Erholung nach einer ausgedehnteren Rezession. Eine schwere Wirtschaftskrise hingegen  liegt dem L-Modell zugrunde.

Rückgang des BIP um bis zu 5 %

Für die Corona-Krise lässt sich aktuell noch keine verlässliche Prognose abgeben, Statista sieht rechnet momentan jedoch mit deinem V-Verlauf – wenngleich die Aussichten im April noch positiver waren.  „Verschiedene Schätzungen gehen von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 3,8 % – 5,2 % im Vergleich zum Vorjahr aus. Wir rechnen damit, dass das BIP erst 2022 wieder das Level von 2019 erreicht“, erklärte Bartje. Im Endeffekt bestimmen sehr viele Faktoren das Ausmaß des Konjunkturrückgangs. Hierzu zählen neben der Art der Restriktionen, die Durchführung staatlicher Hilfsprogramme (sowohl im privaten Bereich als auch bei der Förderung der Industrie), Die Schnelligkeit bei der Entwicklung eines passenden Impfstoffs und Medikamenten sowie die Entwicklung der Arbeitslosenzahlen und damit verbunden die direkten Auswirkungen auf die Haushaltseinkommen und das Konsumverhalten. Viele Institutionen und Unternehmen rechnen jedoch mit einer stärkeren Rezession als in der Finanzkrise 2009.

Ausgaben im Werbe-Bereich sinken – E-Commerce auf dem Vormarsch

Die Expertin warf anschließend einen Blick auf die Umsatzprognosen verschiedener Märkte und die Entwicklung in verschiedensten Branchen. Am wohl stärksten betroffen ist hierbei die Tourismus-Branche mit einem Einbruch von rund 40 %. Auch die Ausgaben im Werbe-Bereich sind stark zurückgegangen, da dieser Posten bekanntlich häufig als erstes gestrichen wird, wenn es um Budget-Einsparungen geht, wie Bartje erklärte: „Erkennbar ist jedoch, dass traditionelle Segmente stärker darunter leiden als digitale. Darüber hinaus wachsen der E-Commerce- und IaaS-Markt in vielen Branchen – jedoch nicht in allen.“

Zum Ende wies die Expertin nochmals darauf hin, dass verlässlich Vorhersagen zum aktuellen Zeitpunkt nur sehr schwer möglich sind. Aus diesem Grund passt auch Statista seine Prognosen halbjährlich an, bei einschneidenden Entwicklungen sogar häufiger.

In der abschließenden Q&A-Session beantwortete Bartje noch zahlreiche Fragen der aktiven Teilnehmer und sorgte damit für einen gelungen Abschluss des kurzweiligen und sehr interessanten Webinars.

  • Marketing-Verantwortliche aus Industrieunternehmen
  • Projekt-Verantwortliche aus Agenturen
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