Bundesverband Industrie Kommunikation e.V.

Mega-Trend und Mega-Herausforderung:
Intelligente Verknüpfung von Daten

Vorwort zum Trendbarometer Industriekommunikation

Das erste bvik-Trendbarometer zeigt, dass die allgemeinen Trends im Bereich der Digitalisierung auch im B2B-Marketing eine hohe Bedeutung haben. Dabei lässt sich feststellen, dass die Felder Big Data und Data Analytics im Moment die eindeutigen TOP-Themen im Bereich B2B-Marketing und -Kommunikation sind. Bemerkenswert ist: Strategische Aspekte etwa das „Aufbrechen von Silodenken“ oder auch Arbeitsweisen wie „Agile Methoden und Prozesse“ bezüglich der Relevanz und Wichtigkeit im Kontext von B2B-Marketing und -Kommunikation rangieren noch vor anderen technologischen Entwicklungen und Herausforderungen wie zum Beispiel Künstliche Intelligenz oder Augmented / Virtual Reality.

Big Data und Data Analytics sind die im Moment größten Herausforderungen in B2B-Marketing und -Kommunikation. Allerdings ist die B2B-Branche darauf sowie auf die Herausforderungen der Digitalisierung noch nicht gut vorbereitet.

Prof. Dr. Seon-Su Kim (DHBW Mosbach) betreut das bvik-Trendbarometer von wissenschaftlicher Seite.

Damit wird deutlich, dass die aktuellen Trends im B2B-Marketing nicht nur von der technologischen Digitalisierung getrieben werden, sondern auch die komplexen Effekte und Zusammenhänge auf der strategischen wie auch strukturellen und prozessorientierten Ebene (inkl. Führung und Management) wesentliche Treiber und Herausforderungen sind.

Das aktuelle Focusthema „Influencer Marketing“ steckt im B2B-Bereich noch in den Anfängen. Und auch, wenn hier bei den Befragten keine sehr großen Entwicklungen und Einflüsse durch das Influencer Marketing erwartet werden, so scheint Influencer Marketing zumindest für manche Bereiche und Zielgruppen eine zunehmend wichtige und mindestens flankierende Rolle zu spielen. Insbesondere die bereits aktiven Unternehmen im Bereich B2B-Influencer-Marketing nutzen es für die zielgruppenspezifische Ansprache und die Steigerung der Markenbekanntheit – und zwar bereits schon jetzt mit einem anscheinend zielgruppenspezifischen Ansatz etwa durch die Nutzung von B2B-Business- und Netzwerkplattformen.

Unabhängig vom Influencer Marketing oder den abgefragten großen Trends in B2B-Marketing und Digitalisierung ist besonders auffällig und teilweise auch schon erschreckend, dass die Befragten in nahezu allen Bereichen noch große Informations-, Wissens- und Know-how-Lücken wahrnehmen. Damit wird deutlich und auch dringlich, dass die Industrieunternehmen, die Dienstleistungsunternehmen, die Hochschulen und Bildungseinrichtungen und nicht zuletzt auch der bvik noch viele weiße Flecken füllen können und auch müssen, um für die zukünftigen Herausforderungen besser gerüstet zu sein. Hier stecken noch viele Herausforderungen aber auch Chancen, die es zu nutzen gilt.

Mit einer regelmäßigen Wiederholung und Fortsetzung des bvik-Trendbarometer wird sich zeigen, ob und wie sich diese Trendthemen weiter entwickeln. Außerdem bietet sich darüber hinaus die Chance, aktuelle Fokusthemen zusätzlich kurz zu beleuchten.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen der kurzen Zusammenfassungen auf dieser Seite und freue mich über Fragen, Feedback und Anregungen zu diesem wie auch zukünftigen bvik-Trendbarometer.

Viele Grüße

Prof. Dr. Seon-Su Kim
Leitung Campus Bad Mergentheim, Duale Hochschule Baden-Württemberg Mosbach

251

Teilnehmer insgesamt

128

Teilnehmer aus Industrieunternehmen

101

Teilnehmer aus Dienstleistungsunternehmen

22

sonstige Teilnehmer (Handel, Wissenschaft)

Über das Trendbarometer

Die Befragung wurde mit Hilfe des Online-Tools Surveymonkey im Zeitraum 25.06.2018 bis 25.07.2018 durchgeführt. Insgesamt haben 251 Personen an der Befragung teilgenommen. 51 % der Teilnehmer/innen sind in einem Industrieunternehmen (Herstellung von Industriegütern) tätig, 40 % bei einem Dienstleistungsunternehmen (Agentur, Beratung, Software) und 9 % fallen unter Sonstige (hier überwiegend aus dem Bereich Hochschulen/Bildung und Handel/Großhandel).

Hinsichtlich der Größe der Unternehmen sind Unternehmen bis zu 50 Mitarbeiter/innen und Unternehmen über 2000 Mitarbeiter/innen die am stärksten vertretenen Gruppen (>51 = ca. 26 % und >2000 = ca. 29 %). Dabei ist auffällig, dass ca. 80 % aller teilgenommenen Industrieunternehmen mehr als 500 Mitarbeiter/innen haben und ebenfalls ca. 80 % aller teilgenommen Dienstleistungsunternehmen bis zu 200 MA.

„Über 1.000 B2B-Marketer bringen wir inzwischen in unserer bvik-Community als Mitglieder zusammen. Der bvik hat den Anspruch, Trend- und Taktgeber der Branche zu sein. Daher ist es uns wichtig, in regelmäßigen Abständen die B2B-Marketer nach ihrer Meinung zu aktuellen Trendthemen zu befragen und ein Stimmungsbild einzufangen. Und natürlich fließen die Erkenntnisse auch in die Planung unserer Verbandsangebote mit ein.“ (Dr. Andreas Bauer, bvik-Vorstandsmitglied und Vice President Corporate Marketing Strategy & Operations, KUKA AG)