Internationalisierung im B2B-Marketing: Diese „Hausaufgaben“ in Sachen Sprache sollten Sie unbedingt gemacht haben

International agieren bedeutet auch international kommunizieren – diese Herausforderung verlangt nach Strategie. Kennen Sie beispielsweise die Zielmärkte Ihres Unternehmens gut genug, um Ihre Kampagnen und Onlineshops gezielt darauf auszurichten? Und haben Sie daran gedacht, dass auch alle Print-Werbemittel, die Sie nach den CI-Vorgaben des Headquarters angelegt haben, in den benötigten Sprachen funktionieren müssen? Unser neuer Fachartikel des Sprachspezialisten Wieners + Wieners fasst kompakt für Sie zusammen, welche Punkte Sie unbedingt im Vorfeld bedenken müssen und warum.

Zu den wichtigsten Erkenntnissen der letzten Jahre gehört, dass eine stärkere Lokalisierung erforderlich ist, um global wettbewerbsfähig zu sein. Sich erfolgreich international zu positionieren geht weit über die Globalisierung der Unternehmenswebsite hinaus und ist ein dauerhafter Prozess.

 

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Planung ist alles

Bei der Erstellung beispielsweise eines Onlineshops oder bei der Konzeptionierung von Katalogen und Broschüren sollte bereits in der Planungsphase entschieden werden, ob eine Ausrichtung auf mehrere Zielmärkte erwünscht ist. In diesem Fall sollte gleich auf ein E-Commerce-System (ein Tool zur Erstellung von Onlineshops) zurückgegriffen werden, das Mehrsprachigkeit ermöglicht. Im Bereich der Printwerbung sollten Sie sich über die Nutzergewohnheiten Ihrer Zielgruppe im Klaren sein. So sind beispielsweise Teile des asiatischen Marktes mittlerweile so stark digital erschlossen, dass Print eher als Prestigemedium betrachtet werden kann.

 

Lauflängen einkalkulieren

Häufig geben sich Unternehmen enorm viel Mühe bei der Layout-Gestaltung des muttersprachlichen Contents, lassen dabei aber außer Acht, dass sich Texte bei der Übersetzung in eine Fremdsprache ganz anders verhalten können.

 

SEO-Anforderungen beachten

Die eigene Webpräsenz zu globalisieren bedeutet heutzutage, tief in internationale Search Engine Optimization (SEO) einzutauchen. Das Bereitstellen einer englischen Version der muttersprachlichen Domain reicht nicht aus, um international gerankt zu werden. SEO-Anforderungen sind mittlerweile eng mit Sprachdienstleistungen verzahnt.

 

Wording abstimmen – Markensprache berücksichtigen

Auch in der Industriekommunikation gewinnt die Etablierung einer eigenen Markensprache an Gewicht. Hat man bereits für den heimischen Markt keine Kosten und Mühen gescheut, über einen langen Zeitraum ein spezifisches Wording, einen eigenen Stil zu entwickeln, möchte man dies auch in den fremdsprachigen Texten wiederfinden. Dies kann jedoch nur über eine sehr enge Abstimmung mit den Sprachexperten erfolgen.

 

Qualitätsentwicklung durch Kennzahlensystem

Mit der Zentralisierung der Sprachbearbeitungsprozesse geht die Möglichkeit eines kennzahlenbasierten Qualitätsmanagements einher. Häufig ist negatives Feedback von Ländergesellschaften zu Texten stilistisch motiviert. In enger Abstimmung mit dem Dienstleister ein Kennzahlensystem zu entwickeln, das die Bewertung der einzelnen Sprachprojekte auf „harte“ Fakten herunterbricht, kann ein gangbarer Weg sein.

 

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass erfolgreiche Lokalisierung ein sehr komplexes Projekt ist, in dessen Facettenreichtum hier nur ein kleiner Einblick gewährt werden konnte. Eine gut geplante und abgestimmte Umsetzung bildet zwar keine Garantie, aber eine gute Basis für den internationalen Erfolg.

 

Weitere Informationen rund um das Thema Lokalisierung und Internationalisierung finden Sie unter

 

Autorin: Cornelia Costanzo, Presseverantwortliche der Wieners+Wieners GmbH, Sprachdienstleister und Fördermitglied des bvik

 

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