Zukunftsfähig durch professionelles B2B-Marketing – bvik Quartalsbericht I-2019

Professionalisierung der Unternehmenskommunikation im B2B in allen Bereichen und auf allen Kanälen bedeutet ein nachhaltiges Investment in die Zukunftsfähigkeit. Marketing-Kommunikation, die sich an den neuen Trends ausrichtet, leistet daher nachweislich einen wichtigen Beitrag zur Wertschöpfungskette in der Industrie.

Die große Dynamik im Wachstum des Bundesverband Industrie Kommunikation e.V. und das Innovationspotenzial der Mitglieder zeigen, dass mittlerweile ein Umdenken eingesetzt hat und professionelles Marketing für die Zukunftssicherung auf der Agenda der Unternehmen steht. Die vielen vorgestellten Best Cases im Rahmen der Events belegen zusätzlich, dass mittlerweile etwas im B2B-Mittelstand in Bewegung gekommen ist.

 


  1. Neumitglieder im bvik
  2. Herausforderungen steigen – Budgets sinken
  3. Zukunft der Zusammenarbeit von Industrie und Kommunikationsbranche

Professionell heißt heute in erster Linie digital, strategisch und crossmedial. Wer hier optimal aufgestellt ist, wird auch in Zukunft auf den globalen Märkten wettbewerbsfähig bleiben. Besonders die kleineren und mittleren Unternehmen müssen aber noch deutlich aufrüsten. Die Marketing-Abteilung hat hier oft einen schweren Stand und muss alle Kanäle von Messe bis SEO mit personeller Minimalausstattung und zu wenig finanziellen Ressourcen stemmen. Demzufolge bleibt kein Raum, um ausgetretene Wege zu verlassen und mutig neue Ansätze zu wagen. Der bvik möchte aber gerade diese Firmen ermutigen, den guten Beispielen zu folgen, damit der Mittelstand auch weiterhin das Rückgrat der deutschen Wirtschaft bleibt. Sicherlich ist diese Best Practice einer der Gründe für das anhaltend große Interesse an der B2B-Expertenplattform.

 


Der bvik freut sich über folgende neue Firmenmitglieder im ersten Quartal 2019:


„Das Wachstum und der große Zuspruch in den unterschiedlichsten B2B-Branchen zeigen uns, dass Marketingverantwortliche und Geschäftsführer im Mittelstand den Bedarf an Professionalisierung in der Kommunikation erkannt haben. Mit unseren Angeboten identifizieren wir offenbar die relevanten Themen für Marketer”, so Kai Halter, Vorstandsvorsitzender des bvik und Director Marketing bei ebm-papst Mulfingen.

Damit gehörten bis Ende März 2019 200 Firmen dem bvik an, 59% davon aus dem Bereich Industrie. Und doch ist die Trendwende zu mehr strategischer Relevanz für die Unternehmenskommunikation im B2B noch nicht geschafft, wie die aktuelle Studie des bvik zu den B2B-Marketing-Budgets 2018 belegt.

 

Herausforderungen steigen – Marketing-Budgets jedoch leider nicht

Laut der aktuellen bvik Studienergebnisse sind die Budgets für Marketing und Unternehmenskommunikation 2018 im Vergleich zum Vorjahr sogar erheblich gesunken. Das mag u.a. an der allgemeinen globalen Unsicherheit im Zuge von Handelsbarrieren und Brexit liegen. Erfreulicherweise erwarten aber gerade die größeren Industrieunternehmen ab 2000 Mitarbeiter für 2019 wieder einen deutlichen Anstieg besonders im Bereich der externen Marketing-Budgets. Trotz dieser Aussage muss einen die Zahl von 37 % Rückgang der Marketing-Etats im Vergleich zu 2017 die Marketer auf den Plan rufen (siehe Grafik). Gerade jetzt müsste viel in den Kompetenzaufbau und damit in die Zukunftssicherung im Unternehmen investiert werden. Die Konzerne machen es vor: Laut der Studienergebnisse erleben Marketingverantwortliche bereits eine Aufwertung ihrer Position in strategischer Hinsicht.

Dabei stehen Marketingverantwortliche vor riesigen inhaltlichen Herausforderungen: Themen wie Data Analytics, Marketing Automation oder crossmediale Vernetzung der Inhalte auf der einen Seite und Personalkürzungen oder Budgeteinsparungen auf der anderen Seite wollen gestemmt werden. Darüber hinaus sind sie mit strukturellen Hürden konfrontiert: Interne Change-Prozesse und das damit verbundene Aufbrechen von Silo-Denken führen zu einen fundamentalen Paradigmenwechsel für alle Beteiligten. Hier ist die Geschäftsführerebene gefordert, die wichtigen Entscheider im Unternehmen in einen konstruktiven Dialog zu bringen. Denn nur wenn alle Beteiligten im Konsens in dieselbe strategisch fixierte Richtung rudern, sind die Weichen langfristig auf “Zukunft” gestellt. Nicht die Probleme dürfen dabei im Fokus stehen, sondern die Vision, die man für das Unternehmen definiert.

 

Dr. Andreas Bauer, bvik-Vorstand und Vice President Marketing bei der KUKA AG, bewertet die Ergebnisse folgendermaßen: „Bei wirtschaftlicher Unsicherheit macht sich die Tendenz zu Einsparungen gerade im Bereich Marketing bemerkbar. Hier werden die Budgets leider am schnellsten gekürzt. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrie zu gewährleisten und den Wohlstand im B2B-Land Deutschland zu sichern, muss insbesondere der Mittelstand erkennen, dass das Marketing hierbei eine essenzielle Rolle spielt.“

 

Wie gestaltet sich die Zukunft in der Zusammenarbeit von Industrieunternehmen und B2B-Dienstleistern?

Auch hier tun sich aktuell bereits große Veränderungen auf. Der Druck in der B2B-Kreativbranche wächst und lange bestehende Geschäftsmodelle werden im Zuge der Digitalisierung in Frage gestellt. Im Fokusteil der Marketing-Budget-Studie und in unserer zusätzlich durchgeführten Agenturbefragung sind wir dieser Frage nachgegangen. Die Ergebnisse und deren Auswertung veröffentlichen wir hier in Kürze.

 

Autorin: Tanja Auernhamer, Leitung der bvik-Geschäftsstelle