Employer Branding - Aufbau einer Arbeitgebermarke

Employer Branding

Employer Branding kann auch als Arbeitgeber-Markenbildung übersetzt werden. Es ist eine strategische Maßnahme eines Unternehmens, bei der Konzepte aus dem Marketing insbesondere der Markenbildung angewandt werden. Ziel ist es, ein Unternehmen als attraktiven Arbeitgeber darzustellen und sich damit auf einem begrenzten Arbeitnehmermarkt durchzusetzen und von seinen Wettbewerbern abzuheben.

Einsatzgebiete von Employer Branding – Aufbau einer Arbeitgebermarke

Angesichts des zunehmenden Personal- und Fachkräftemangels und neuer nachrückender Generationen (Generation Y und Z) mit veränderten Ansprüchen, versuchen Unternehmen durch diverse Kampagnen als angenehmer Arbeitgeber aufzutreten. Sehr stark beeinflusst werden Employer Branding Kampagnen von dem eigenen Mitarbeiterstamm. Nur zufriedene Mitarbeiter können auch eine positive Marke nach außen tragen.

Um als Unternehmen für potentielle Bewerber attraktiver zu werden, muss eine sympathische Arbeitgebermarke erschaffen werden. Das Image des Unternehmens steht dabei im Mittelpunkt. Der Aufbau einer Arbeitgebermarke zielt darauf ab, die Zahl der Bewerber zu erhöhen und auch im Unternehmen eine positive Kultur zu schaffen oder zu erhalten. Jedoch soll auch das Recruiting im Allgemeinen effizienter gestaltet werden, um somit die inneren Werte des Unternehmens mit der angestrebten Außenwirkung abzustimmen. Nur so können die geweckten Erwartungen auch nach einem erfolgreichen Bewerbungsprozess erfüllt und Mitarbeiter langfristig an das Unternehmen gebunden werden.

Erschwert werden diese Vorhaben durch Plattformen wie Kununu, die alle Bewertungen (auch die von unzufriedenen Mitarbeitern) erfassen.

Blogbeitrag zum Thema:

Wie das Marketing einen großen Beitrag zur Mitarbeitergewinnung leisten kann, erfahren Sie im Blogbeitrag „Employer Branding: Was Marketing zum Recruiting beitragen muss (Blogartikel von Gregor Regensberger, Lighthouse)“.

Wichtige Maßnahmen im Employer Branding

Hier stehen Unternehmen unzählige Möglichkeiten zur Verfügung. Diese werden nur durch die eigene Kreativität und das zur Verfügung stehende Budget begrenzt. Welcher Maßnahmenkatalog konzipiert und implementiert wird, hängt auch von der Strategie, den Zielen und der Zielgruppe ab. Einige Maßnahmen sind nachfolgend aufgelistet:

  • Videos und Bilder: Authentische Bilder von der Arbeitsstätte, den Mitarbeitern oder internen Aktivitäten und Video-Content eigenen sich besonders für den Einsatz auf der eigenen Karriere-Seite und auch auf den Social-Media-Kanälen.
  • Mitarbeiterbindung: Durch Bindungsprogramme, Weiterbildungsangebote und Benefits wird eine gute Unternehmenskultur geschaffen. Hierzu ist unabdingbar, dass die Führungsmannschaft gewünschte Werte vorlebt. Eine Employer Branding Kampagne zielt nicht nur auf Bewerber, sondern auch auf Mitarbeiterbindung ab. So bleiben die Besten dem Unternehmen länger erhalten, was wiederum Einsparungen im Recruiting bedeutet.
  • Aktiver Austausch mit den Mitarbeitern: Das Feedback der Mitarbeiter kann beispielsweise durch regelmäßig durchgeführte Mitarbeiterumfragen eingeholt werden. Das Unternehmen zeigt so, dass es die Meinung der Mitarbeiter wertschätzt und kann gleichzeitig Verbesserungen zur Optimierung des Images umsetzten.
  • Imagepflege: Bestimmte Maßnahmen (wie z B. Verbesserung der Work-Life-Balance) führen zu einer Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit und somit zu einer Verbesserung des Images.

Fazit

Employer-Branding kann dabei helfen, die Unternehmenskultur zu verbessern und das Arbeitgeberimage zu stärken. Die gezielte Werbung ist aber nicht nur positiv für das Unternehmen, auch Bewerber können ihre Erwartungen an das Unternehmen besser definieren.